Beim Bauchspeicheldrüsenkrebs handelt es sich um eine der bösartigsten Tomorarten überhaupt. Dieser Tumortyp wächst lange symptomlos und setzt frühzeitig Tochtergeschwulste (Metastasen). Durch diese Kombination sind die vollständigen Heilungsaussichten des Bauchspeicheldrüsenkrebs sehr begrenzt.
Gutartige oder benigne Tumore sind Geschwulste, die nicht über die Gewebegrenzen hinauswachsen. Sie können zwar sehr groß werden, aber sie wachsen nicht in benachbarte Gewebe hinein und bilden auch keine Tochtergeschwulste (Metastasen). Durch ihre Größe können sie den Bauchspeicheldrüsen- oder Gallengang abquetschen und so schmerzhafte Entzündungen auslösen.
Gutartige (benigne) Tumore sind gekennzeichnet durch:
- langsames Wachstum.
- exakte Tumorgrenzen z. B. durch eine Hülle oder Kapsel.
- Das umgebende Gewebe wird nicht zerstört, sondern nur verdrängt.
- Der Tumor dringt nicht in Blutgefäße ein.
- Der Tumor bildet keine Metastasen.
- Unter dem Mikroskop sind vollständige Zellen erkennbar.
Bei gutartigen Tumoren spricht man nicht von einer Krebserkrankung.
Bösartige oder maligne Tumore dagegen wachsen über die Gewebegrenzen hinaus. Sie wachsen in die umgebenden Gewebe hinein und zerstören die örtlichen Strukturen. Außerdem siedeln sie mit dem Blutstrom oder der Lymphflüssigkeit Tochtertumore in andere Körperregionen ab. Diese bösartigen Tumore werden dann allgemein als Krebs bezeichnet.
Bösartige (maligne) Tumore zeigen folgende Kriterien:
- oft schnelles Wachstum
- unklare oder gar keine Tumorbegrenzung
- Der Tumor wächst in das umgebende Gewebe hinein und zerstört es.
- Der Tumor dringt in Blutgefäße ein.
- Der Tumor bildet Metastasen.
- Unter dem Mikroskop sind unreife Zellen erkennbar.
- Der Tumor tritt auch nach einer Operation oft wieder auf, oder das Tumorgewebe kann nicht vollständig entfernt werden. Deshalb ist meistens eine ergänzende Behandlungen, z. B. Chemo- und/oder Strahlentherapie und ständige Kontrollen notwendig.
Bauchspeicheldrüsenkrebs / Pankreaskarzinom
Beim Bauchspeicheldrüsenkrebs handelt es sich um eine der bösartigsten Tomorarten überhaupt. Dieser Tumortyp wächst lange symptomlos und setzt frühzeitig Tochtergeschwulste (Metastasen). Durch diese Kombination sind die vollständigen Heilungsaussichten des Bauchspeicheldrüsenkrebs sehr begrenzt
Der Bauchspeicheldrüsenkrebs ist die dritthäufigste Krebserkrankung des Magendarmtraktes. Männer sind etwas häufiger betroffen als Frauen, wobei ungeachtet des Geschlechtes am häufigsten Personen um das 60. Altersjahr betroffen sind.
Zu den genauen Entstehungsmechanismen eines Pankreaskrebses ist bis heute wenig bekannt. Allerdings sind einige Faktoren bekannt, welche das Entstehen des Tumors begünstigen können. Dazu gehören das Rauchen, fettreiche Mahlzeiten sowie das Vorbestehen einer chronischen Bauchspeicheldrüsenentzündung. In einigen Fällen kann auch ein familiär gehäuftes Auftreten beobachtet werden.
Die meisten Tumoren finden sich im Kopf der Drüse, das heisst dort wo der Gallen- und Pankreasgang in den Dünndarm einmündet. Der Krebs beginnt relativ früh, Metastasen zu bilden, die sich in den Lymph- und Blutgefässen im ganzen Körper verteilen können. Eine Eigenart des Bauchspeicheldrüsenkrebses ist es, dass er sich auch in der näheren Umgebung ausbreiten und so in die Gallenwege, den Dünn- und Dickdarm sowie in den Magen oder die Milz einwachsen kann.
Symptome
Der Bauchspeicheldrüsenkrebs verursacht typischerweise sehr lange keine Beschwerden und wird deshalb oft erst in einem fortgeschrittenen Stadium entdeckt, in dem nicht selten schon Metastasen des Tumors nachgewiesen werden können. Wenn dann Beschwerden auftreten, leiden die Patienten häufig unter starken Oberbauchschmerzen, welche in den Rücken ausstrahlen können. Begleitet werden diese Schmerzen in der Regel von einer ausgeprägten Appetitlosigkeit mit daraus folgender Gewichtsabnahme, sowie Übelkeit und Erbrechen.
Durch die Ausbreitung des Tumors kann die Funktion der Bauchspeicheldrüse so stark eingeschränkt werden, dass es zu einer gestörten Fettverdauung kommt. Dies äussert sich in grau glänzenden, stark klebrigen Kotballen und einer Fett-Unverträglichkeit beim Essen.
Therapie
Das Ziel der Therapie ist es, den Tumor möglichst vollständig zu entfernen. Dies gelingt jedoch nur in denjenigen Fällen, bei denen noch keine Metastasen vorhanden sind. Man versucht, durch eine Teilentfernung der Bauchspeicheldrüse inklusive eines Teils des Dünndarms und der regionalen Lymphknoten, den Tumor vollständig zu entfernen.
Wenn der Tumor so weit fortgeschritten ist, dass keine vollständige Entfernung mehr möglich ist, besteht das Ziel der Therapie darin, den Abfluss der Galle und der Pankreas-Säfte zu gewährleisten. Zu diesem Zweck können Umgehungswege zum Beispiel von den Gallengängen direkt in den Dünndarm angelegt werden. Ein grosser Bauchspeicheldrüsen-Tumor kann einen Darmverschluss des anliegenden Dünndarms verursachen. In diesem Fall wird eine Verbindung zwischen dem Magen und einem Dünndarmstück unterhalb des Verschlusses hergestellt, um die Nahrung in den Darm zu leiten.
Eine weitere Therapiemöglichkeit besteht darin, an die verengten Stellen röhrchenförmige Geflechte einzulegen, um diese aufzudehnen und so deren Durchgängigkeit zu erhalten.
Ist das Tumorwachstum schon weit fortgeschritten, führt eine Operation meist nicht mehr zu einer wesentlichen Verbesserung der Krankheit. In diesem Fall stehen die Schmerztherapie sowie der Ersatz von Verdauungsenzymen zur Verhinderung einer Mangelernährung im Vordergrund.
Die beste Prognose haben die Patienten, bei denen der Tumor an der Einmündungsstelle des Bauchspeicheldrüsenganges in den Dünndarm liegt, da dieser meist relativ früh entdeckt und dementsprechend früher therapiert werden kann.
Tumoren im Körper und Schwanz der Bauchspeicheldrüse werden meist erst in einem weiter fortgeschrittenen Stadium entdeckt, weshalb die Prognose hier schlechter ist.
Im Allgemeinen ist der Bauchspeicheldrüsenkrebs eine sehr ernstzunehmende Erkrankung, die möglichst früh erkannt werden muss, wenn eine Chance auf Heilung bestehen soll.
Endokrine Tumore –Insulinom und Glukagonom
Ein weitere Möglichkeit der Krebserkrankung ist ein endokriner Tumor. Als endokrine Drüsen bezeichnet man die Produktionsstätten von Hormonen. Wenn eine solche hormonbildende Drüse entartet, spricht man von einem endokrinen Tumor.
Das sogenannte Insulinom ist der häufigste hormonproduzierende Tumor der Bauchspeicheldrüse. Die entarteten Zellen produzieren unkontrolliert Insulin, ohne dass ein hemmender Regelkreis die Insulinbildung stoppt. Die Folgen sind klassische Anzeichen der Unterzuckerung. Das Glukagonom tritt viel seltener als das Insulinom auf. Hier bildet sich unreguliert das Hormon Glukagon, was zu einer extremen Erhöhung des Blutzuckerspiegels führt. So kann sich ebenfalls ein Diabetes mellitus manifestieren.











